Gärten Parks und Wälder in Augsburg

Gärten Parks und Wälder in Augsburg

Wälder nehmen im Augsburger Stadtgebiet mehr als 3000 Hektar ein, das ist rund ein Fünftel der Gesamtfläche.

Der stadtnahe Siebentischwald umfasst zusammen mit dem Haunstetter Wald ein Gebiet mit einer Fläche von 1580 Hektar, dessen größte Ausdehnung in der Länge 9,4 km beträgt und in der Breite 2,4 km. Damit sind ideale Bedingungen für die Naherholung zu Fuß oder per Fahrrad gegeben, zumal sich der beliebte Kuhsee sowie die ausgedehnten Lech- und Wertachauen, aber auch die Westlichen Wälder mühelos über ein dichtes Netz an Rad-, Geh- und Reitwegen erschließen läßt.

Der zu Beginn des Jahrhunderts angelegte inzwischen 27 Hektar große Siebentischpark verbindet die Innenstadt mit dem Siebentischwald. Der Zoo und der Botanische Garten grenzen unmittelbar an diesen Park, der mit seinen Teichen, Kanälen, Spielplätzen und Gaststätten ohnehin attraktiv ist.

Neben dem Wittelsbacher Park gibt es noch zahlreiche weitere Park- und Grünanlagen im gesamten Stadtgebiet. 180 Spielplätze und 54 Bolzplätze auf einer Gesamtfläche von 50 Hektar bieten ein attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche.

Wer Natur pur genießen will, ist im 1200 Quadratkilometer großen Naturpark "Augsburg - Westliche Wälder" an der richtigen Adresse.

Botanischer Garten in Augsburg

Botanischer Garten in Augsburg

Erleben - genießen - entspannen. Das verspricht der Augsburger Botanische Garten, der viel mehr zu bieten hat als nur Pflanzen. Attraktionen wie der große Japangarten, der Apothekergarten, der Rosengarten, der Bauerngarten oder die Pflanzenschauhäuser…

Wittelsbacher Park in Augsburg

Wittelsbacher Park

Der Wittelsbacher Park ist eine der größten Grünflächen Augsburgs. Er ist 18 Hektar groß und seit dem 10. März 1980 Landschaftsschutzgebiet. Die Gesamtfläche des Schutzgebiets beträgt 20,8 Hektar. Der Wittelsbacher Park setzt sich zusammen aus dem so genannten Stadtgarten…

Die Geschichte des Stadtwaldes innerhalb des Stadtgebiete


Siebentischwald und Haunstetter Wald

1602 erwarb die Stadt Augsburg von Bischof Heinrich von Knöringen den Kernbereich des heutigen Siebentischwaldes im Tausch gegen Grundbesitz in Anhausen und Eppisburg. Dadurch wurde die Wasserversorgung der Bürger für Jahrhunderte gesichert.

 
1721-60 erhielt Augsburg für 40 Jahre den Haunstetter Wald vom Kurfürsten Max Emanuel von Bayern als Pfand für ein Darlehen von 100.000 Gulden. Damit verbunden waren verschiedene Rechte, die auch nach Ablauf des Darlehens ihre Gültigkeit beibehielten. So war die Stadt unter anderem berechtigt, "die Brunnenquellen zusammenzuführen und sie in die Stadt zu leiten", als auch Holz zum Wasserbau und zum Brunnenausbau zu schlagen.

 
1902 erwarb die Stadt das von Beck’sche Landgut mit 44 ha, richtete dort

 
1907 das Forsthaus Siebenbrunn ein (wegen Trinkwasserschutz 1995 abgetragen) und forstete die landwirtschaftlichen Flächen auf.

 
1924 endlich konnte die Stadt nach mehreren gescheiterten Versuchen den 879 ha großen Haunstetter Wald von Kommerzienrat Johann Pfeffer erwerben.

Der Haunstetter Wald war bis 1883 im Besitz des kgl. bayer. Staatsärars. 1883 erwarb ihn Kommerzienrat Georg Käß aus Haunstetten. Seine Tochter, die Gräfin Marie von Tattenbach, verkaufte den Wald 1917 an Johann Pfeffer.

Das Tattenbach-Palais, ehemals Sitz der Familie Käß/v. Tattenbach, später Rathaus von Haunstetten, beherbergt heute – neben Bürgerbüro und Stadtteilbibliothek – die Stadtforstverwaltung Augsburg. 1927 erhielt die Stadt 37 ha vom Haunstetter Gemeindewald als Gegenleistung für den Bau der Straßenbahn nach Haunstetten. 1972 vergrößerte sich der Stadtwald durch die Eingemeindung von Haunstetten, Göggingen und Inningen um 350 ha.

Aufgaben der Forstverwaltung


Augsburg ist mit einer Gesamtfläche von rund 7000 Hektar (ha) der größte kommunale Waldbesitzer in Bayern. Vorbesitzer des heutigen Stadtwaldes, soweit er außerhalb des Stadtgebietes liegt, waren überwiegend wohltätige stadtverwaltete Stiftungen. Sie bestehen heute noch und leisten nach wie vor soziale Dienste im Interesse der Augsburger Bürger.

Die Stiftungswälder sind zwar inzwischen in das Eigentum der Stadt übergegangen, aber an den Betriebsergebnissen sind die Stiftungen aufgrund besonderer Regelungen nach wie vor maßgeblich beteiligt. Somit dient dieser Teil des Stadtwaldes seit Jahrhunderten vorwiegend sozialen Aufgaben.

Andere wichtige Funktionen erfüllen Siebentischwald und Haunstetter Wald, der "eigentliche" Stadtwald innerhalb des Stadtgebietes: Seit Jahrhunderten sichert dieser Waldkomplex die Trinkwasserversorgung Augsburgs. Außerdem bildet er ein viel besuchtes Naherholungsgebiet, das im Süden der Stadt bis an den Ballungsraum heranreicht. Als Naturschutzgebiet beherbergt er weiterhin eine bemerkenswerte Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten.

So hat sich der Nutzen der Wälder für die Mitbürger beträchtlich erweitert. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war Holz als Bau-, Werk- und Brennstoff von elementarer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Der Waldbesitz diente fast ausschließlich der Holzproduktion. Diese Bedeutung erlangte er nochmals am Ende des letzten Krieges, wo Holz aus dem Stadtwald zu manch warmer Wohnung verhalf.

Heute ist nachhaltig und naturnah bewirtschafteter Wald der natürlichste Teil unserer Landschaft. Er dient neben der Holzproduktion gleichermaßen dem Natur- und Umweltschutz wie der Erholung der Menschen.

Waldfunktionen

Der Augsburger Stadtwald hat vielfältigen Interessen gerecht zu werden. Während in den Revieren außerhalb des Stadtgebietes vor allem die nachhaltige Holzproduktion die Hauptaufgabe darstellt, haben in den Revieren Siebenbrunn und Haunstetten innerhalb der Stadtgrenzen andere Waldfunktionen Vorrang.

So hat hier der Wald eine besondere Bedeutung für

  •     den Wasserschutz (84 % der Waldfläche)
  •     die Erholung (81 %)
  •     als Naturschutzgebiet (84 %)
  •     für den Klima-, Sicht- und Immissionsschutz (100 %)
  •     als Straßenschutzwald (1 %)
  •     sowie für die Gesamtökologie (100 %)


Darüber hinaus ist der eigentliche Stadtwald gemäß Bayer. Waldgesetz als Bannwald geschützt, d. h. seine Fläche muss erhalten und darf nicht durch Rodung vermindert werden.

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