Augsburger Rathaus

Augsburger Rathaus

Das Augsburger Rathaus gehört zu den eindrucksvollsten Rathäusern Deutschlands und gilt als bedeutendster Profanbau der Renaissance nördlich der Alpen. Zusammen mit dem Perlachturm ist es das Wahrzeichen der Stadt.

Aufgrund seiner historischen Bedeutung untersteht es der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.

Am 25. August 1615 erfolgte die Grundsteinlegung durch den damaligen Stadtbaumeister Elias Holl. Im März 1620 waren die Außenarbeiten, im Jahr 1624 der Innenausbau vollständig abgeschlossen. Technisch ist das Augsburger Rathaus eine Pionierleistung: bei seiner Fertigstellung galt es als weltweit einziges bestehendes Gebäude mit mehr als sechs Stockwerken.

Die strenge Eleganz des mächtigen Baublocks weist nach Florenz, der Kultur- und Finanzmetropole im Norden Italiens, mit der sich die stolze schwäbische Reichsstadt gerne maß. Das Selbstverständnis der reichsstädtischen Augsburger drückt sich dabei in zwei unübersehbaren Ornamenten am gewaltigen Giebel auf der Frontseite des Rathauses aus: der gemalte Reichsadler symbolisiert die Reichsunmittelbarkeit der Stadt, die große kupferne Zirbelnuss darüber das Bewusstsein über die eigene Bedeutung.

Goldener Saal in Augsburg

Goldener Saal in Augsburg

Der Goldene Saal ist ein Prunksaal im Augsburger Rathaus. Er zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Spätrenaissance in Deutschland und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Augsburg.

Im zweiten Obergeschoss des Augsburger Rathauses gelegen, umfasst der Goldene Saal eine Fläche von 552 m² bei einer Deckenhöhe von 14 Metern. Mit seinen beeindruckenden Portalen, den üppigen Wandmalereien und nicht zuletzt der prachtvollen Kassettendecke galt er schon zu Zeiten seiner Entstehung als Höhepunkt künstlerischer Innenraumgestaltung. Seinen Namen bezieht der Saal von dem reichhaltigen Goldschmuck, der seine Einrichtung ziert.

An den Saal grenzen vier sogenannte Fürstenzimmer, die ursprünglich als Rückzugsmöglichkeit für hohe Gäste des Stadtrates dienten. Die im 2. Weltkrieg verlorengegangenen Zimmer werden derzeit rekonstruiert.

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